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Wenn man zum Klettern geht versucht man stets seine Leistung zu
steigern.
Sprich: "jetzt versuchen wir mal die Fünfer oder gar die Sechser-Route ?" Aber wenn, vor allem im alpinen Gelände, mal was schief geht, steht man vor ungeahnten Problemen. Der/die KletterpartnerInn ist gestürzt, hat sich womöglich noch verletzt, man selber hängt im Stand...und...nun ? verdammt noch mal ! Aus diesem Grund haben wir uns mal mit diesem Thema beschäftigt und den Ernstfall geübt und vor der Klettersaison auch wiederholt. "Beim Abseilen im Klettergarten von Kirchbichl verunglückte ein 33jähriger Kletterer schwer. Was war die Ursache des Unfalles? Der Unglücksrabe hatte vergessen, einen Knoten am Seilende anzubringen. Das Seilende glitt durch die Seilbremse und das Unglück war geschehen." "Ein 55jähriger Kletterer stieg ohne jegliche Ausrüstung – kein Helm und keine Klettersteigausrüstung – auf der Rax in den Haidsteig ein (Schwierigkeitsbewertung „C“). Aus unbekannten Gründen stürzte der Berggeher ab und hatte das große Glück , mit dem Fuß in einem fix angebrachten Stahlseil hängen zu bleiben. Ohne diesen Halt wäre er ca. 50 Meter im freien Fall abgestürzt. Er erlitt einen Nasenbein-, Kiefer- und Rippenbruch und musste von der Bergrettung geborgen werden." "Zwei 16 jährige Kletterer übten auf dem Staumauerfelsen im Bereich der Gemeinde Gramastetten/OÖ. Einer der Beiden kletterte einen Überhang und der zweite sicherte ihn mittels einem Abseilachter, der er am eigenen Gurt befestigt hatte. Als der aktive Kletterer sich nicht mehr halten konnte, ließ er sich ins Seil fallen. Dem Sichernden wurde dadurch das Seil aus der Hand gerissen und sein Freund stürzte ca. 15 Meter bis zum Standplatz ab, wo er mit dem Rücken aufschlug und Wirbelverletzungen erlitt." "Eine Gruppe von drei deutschen Kletterern befand sich beim Abstieg vom Kellenschrofen durch den Führerkamin – Schwierigkeitsgrad II. Alle waren ordentlich mit Brust-Sitzgurt sowie Steinschlaghelm ausgerüstet. Während der Dritte seilfrei stieg, sicherte einer mit seinem Klettersteigset an einem Zwischenhaken. Er verwendete einen Schraubkarabiner. In diesen eigensichernden Schraubkarabiner hängte er noch einen HMS-Karabiner ein. Ein weiterer Sicherungspunkt war nicht vorhanden bzw. wurde nicht aufgebaut. Er seilte nun seinen Partner an diesem Karabiner mittels HMS-Sicherung ab. Vermutlich aufgrund der Doppelbelastung riss der Zwischenhaken (ein Messerhaken, 5 cm lang) aus und die beiden durch das Seil verbundenen Kletterer stürzten ca. 70 Meter über felsiges Gelände ab. Beide erlitten schwere Verletzungen, Trümmerbruch beider Knie, offener Unterschenkelbruch, innere Verletzungen, Platz– und Schürfwunden. Sie wurden nach der Bergung durch den Bergrettungsdienst mittels Hubschrauber ins Spital geflogen." "Zwei 23jährige Kletterer – ausgerüstet mit Brust- und Sitzgurt sowie Steinschlaghelm – durchstiegen die Auckenthalerführe der Martinswand, Schwierigkeitsbewertung VI+. Sie meisterten die Wand bis zum Wandbuch problemlos. Jedoch beim Ausstieg verstiegen sie sich derart, dass sie in der Folge in die Dunkelheit kamen und auf einem kleinen Felsband provisorisch biwakieren mussten. Von hier aus gaben sie mit dem Blitzlichtgerät ihres Fotoapparates alpine Notzeichen ab, die im Tal gesehen wurden. Sie konnten gerettet werden." |
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